Ein Krokodil für Mma Ramotswe ist der erste Band der erfolgreichen Romanreihe um Mma Ramotswe, der ersten Privatdetektivin Botswanas. Er erzählt wie alles begann und welchen Widerständen und Zweifeln die kleine Detektei trotzt. Ausgestattet mit nur zwei Tischen, Stühlen und einer Schreibmaschine wird sie bald zur Anlaufstelle für Menschen, die nicht mehr weiterwissen und in Mma Ramotswe einen verständigen und warmherzigen Ansprechpartner finden. Ihre Stärken sind ihr Mut, ihre unbestechliche Menschenkenntnis und eine Portion Respektlosigkeit, die ihr einen forschen Umgang mit vermeintlichen Autoritäten ermöglicht.
Mma Ramotswes Fälle sind mal skurill, mal makaber, mal ernst und manchmal auch mit traurigem Ausgang. Ihre helfende Hand dabei ist Mma Makutsi, die Sekretärin. Die Bedeutungsschwere der Fälle reicht von Eifersüchteleien bis hin zum Mordverdacht und sie hat Kunden aus allen gesellschaftlichen Schichten. Dabei steht sie auch als Mittlerin zwischen dem modernen Afrika mit seinem beschaulichen Wohlstand, den Kaufhäusern und Unterhaltungsangeboten und dem Afrika, in dem ein Medizinmann aus Körperteilen von Menschen ein Muti herstellt, das Zauberkräfte innehaben soll.
Vor dem Leser wird ein farbenfrohes Bild von der Figur der Mma Ramotswe und vielen Menschen und Dingen, die alle zusammen einen Teil von Afrika darstellen, aufgespannt. Die Sprache des Buches ist einfach, ohne primitiv zu sein. Die transportierten Moralvorstellungen sind ebenso einfach. Das zugrunde liegende Menschenbild ist positiv – zumindest solange es um Frauen geht.
Das Buch will unterhalten. Durch seine Leichtigkeit wird es zu einem kurzweiligen Lesevergnügen. Es sei allen empfohlen, die ein beschwingtes und optimistisch stimmendes Bild von Afrika, verpackt in guter Unterhaltung, suchen.
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