Dieses Buch ist ein leichter und herzlicher Roman, der zum Teil ein spannender Krimi ist, gleichzeitig aber auch durch seine Schilderungen des Alltags mal ein ganz anderes Bild von Afrika aufzeigt.
In der Detektei von Mma Ramotswe werden „Alltagsprobleme“ wie untreue Ehepartner genauso wie schwierige Fälle auf unkonventionelle Art gelöst. Leider werden dabei die Akteure ebenso wie Mma Ramotswe sehr eindimensional charakterisiert, es gibt nur wenige Grauzonen sondern hauptsächlich eine Teilung zwischen Gut und Böse. Dabei bleibt diese Schwarz/Weiß-Zeichnung, was keine Anspielung auf die Hautfarbe sein soll, nicht nur auf die Charaktere beschränkt, sondern geht auch auf die Gesellschaft im Ganzen über, nach dem Motto „früher war alles besser“. So wird Frau Ramotswe als eine emanzipierte Frau, die ihr eigenes Geschäft betreibt dargestellt, aber ebenso verliert sie sich immer in Schwärmereien und Idealisierungen der vergangen Zeit, wobei besonders die „alten Traditionen“ für Begeisterung sorgen. Mir persönlich fehlte dabei etwas die kritische Auseinandersetzung mit der alten, aber auch mit der neuen Zeit. Aber wahrscheinlich bin ich jetzt wieder zu kritisch, denn dieser Roman will in erster Linie unterhalten und das tut er auch!
Deshalb kann ich diesen Krimi jedem empfehlen, der einen leichten, sehr unterhaltsamen Roman sucht, der gleichzeitig einen Einblick in das Alltagsleben der immer noch viel zu kleinen afrikanischen Mittelschicht liefert.
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